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Kosten & Preise

Was kostet eine Website 2026? Ehrliche Preise vom Entwickler

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Website kostet 2026 zwischen etwa 1.200 € (Landingpage) und 20.000 €+ (umfangreiches Portal) — die meisten Unternehmensprojekte liegen bei 2.500–8.000 €.
  • Der Preis hängt vor allem von fünf Faktoren ab: Funktionsumfang, wer die Inhalte liefert, Individualität des Designs, technische Grundlage und Mehrsprachigkeit.
  • Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) — nachträglich eingebaut kostet Barrierefreiheit schnell 2.000–5.000 €, von Anfang an mitgedacht kaum extra.
  • Ein seriöses Angebot stellt vorher Rückfragen, nennt laufende Kosten und deckt rechtliche Pflichten wie Impressum, DSGVO und Barrierefreiheit ab.
  • Meine eigenen Festpreise: ab 1.200 € für eine Landingpage, ab 2.500 € für eine Unternehmenswebsite, ab 3.900 € für eine mehrsprachige Website.

Eine professionelle Website kostet in Deutschland 2026 zwischen etwa 1.200 Euro für eine gut gemachte Landingpage und 20.000 Euro aufwärts für umfangreiche Portale mit Shop, Buchungssystem oder eigener Nutzerverwaltung. Der größte Teil aller Unternehmensprojekte liegt zwischen 2.500 und 8.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Wartung, realistisch zwischen 20 und 250 Euro im Monat.

Das ist die kurze Antwort. Der Rest dieses Artikels erklärt, warum die Spanne so groß ist, welche Faktoren den Preis tatsächlich bestimmen und woran Sie erkennen, ob ein Angebot seriös kalkuliert ist. Am Ende nenne ich meine eigenen Preise, damit Sie eine konkrete Zahl haben statt einer Spanne.

Inhalt
  1. Warum die Preisspanne so groß ist
  2. Typische Preisspannen am deutschen Markt
  3. Die fünf Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen
  4. Festpreis oder Stundensatz
  5. Laufende Kosten: was nach dem Livegang bleibt
  6. Kostenfallen, die viele Angebote nicht enthalten
  7. Meine Preise
  8. Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen
  9. Häufige Fragen
  10. Fazit

Warum die Preisspanne so groß ist

„Website" ist kein Produkt, sondern ein Sammelbegriff. Zwischen einer digitalen Visitenkarte mit drei Abschnitten und einem mehrsprachigen Auftritt mit Kundenkonten, Zahlungsabwicklung und Redaktionssystem liegen Welten an Arbeit. Beides heißt Website.

Deshalb ist die Frage „Was kostet eine Website?" ungefähr so präzise wie „Was kostet ein Fahrzeug?". Ein seriöser Anbieter wird Ihnen keine Sofortzahl nennen, sondern zuerst Rückfragen stellen. Wer sofort einen Pauschalpreis nennt, ohne Ihr Projekt zu kennen, hat entweder ein Template im Schrank oder kalkuliert einen großzügigen Risikopuffer ein.

Typische Preisspannen am deutschen Markt

Die folgenden Zahlen sind Marktwerte für 2026, wie sie bei seriösen Anbietern in Deutschland üblich sind. Sie helfen Ihnen, ein Angebot einzuordnen.

Projekttyp Freelancer Agentur
Landingpage / One-Pager 1.000 – 2.500 € 1.500 – 3.000 €
Unternehmenswebsite, 5–8 Seiten 2.000 – 5.000 € 4.000 – 8.000 €
Website mit SEO-Fundament 3.500 – 8.000 € 5.000 – 12.000 €
Mehrsprachig, Shop oder Buchung ab 6.000 € 10.000 – 25.000 €
Laufende Betreuung 20 – 150 €/Monat 100 – 500 €/Monat

Bei den Stundensätzen bewegen sich selbstständige Entwickler und Webdesigner 2026 üblicherweise zwischen 60 und 120 Euro netto, Agenturen zwischen 100 und 200 Euro. Der Freelancer-Kompass weist branchenübergreifend einen Durchschnitt von rund 103 Euro aus, im Bereich Entwicklung etwa 92 Euro.

Ein wichtiger Hinweis zu Stundensätzen: Sie sagen wenig über den Endpreis. Wer 60 Euro pro Stunde nimmt und 60 Stunden braucht, ist teurer als jemand mit 100 Euro, der dieselbe Seite in 25 Stunden baut. Erfahrung spart Zeit, und Zeit ist der eigentliche Kostentreiber.

Die fünf Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen

1. Umfang und Funktionen

Nicht die Anzahl der Seiten entscheidet, sondern was die einzelnen Seiten leisten müssen. Eine Kontaktseite mit Formular ist schnell gebaut. Eine Seite mit Terminbuchung, Kalendersynchronisation und automatischen Bestätigungsmails ist ein eigenes kleines Softwareprojekt.

Faustregel: Alles, was Daten speichert, Nutzer anmeldet oder mit anderen Systemen spricht, kostet ein Vielfaches einer reinen Informationsseite.

2. Wer liefert die Inhalte

Das wird regelmäßig unterschätzt. Texte, Bilder und Struktur sind oft der Grund, warum Projekte sich um Monate verzögern. Wenn Sie Inhalte selbst liefern, sparen Sie deutlich. Wenn Texte geschrieben und Bilder erstellt werden müssen, kommen je nach Umfang mehrere Tausend Euro dazu.

3. Individualität des Designs

Ein angepasstes Template ist günstig und für viele Zwecke völlig ausreichend. Ein individuell entworfenes Design, das zu Ihrer Marke passt und sich von der Konkurrenz abhebt, kostet mehr, weil jeder Zustand jedes Elements gestaltet und umgesetzt werden muss.

4. Technische Grundlage

Ein klassisches Redaktionssystem wie WordPress ist schnell aufgesetzt und günstig im Einstieg. Dafür bringt es Plugin-Abhängigkeiten, regelmäßige Sicherheitsupdates und oft mäßige Ladezeiten mit.

Individuell entwickelte Seiten auf modernen Frameworks kosten anfangs mehr, sind dafür schneller, sicherer und über Jahre günstiger im Unterhalt, weil keine Lizenzkosten und weniger Wartungsaufwand anfallen. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt davon ab, ob Sie Inhalte täglich selbst pflegen wollen oder ob die Seite überwiegend stabil bleibt.

5. Mehrsprachigkeit

Hier wird häufig falsch kalkuliert. Eine zweite Sprachversion ist nicht einfach die Seite mit übersetztem Text. Sie brauchen eine saubere URL-Struktur, korrekte hreflang-Auszeichnung, damit Google die Sprachversionen richtig zuordnet, sprachabhängige Metadaten und eine Redaktionsstruktur, die verhindert, dass Übersetzungen auseinanderlaufen.

Wird das nachträglich aufgesetzt, ist es fast immer teurer als von Anfang an mitgeplant. Ich habe Projekte übernommen, bei denen die zweite Sprache über ein Plugin nachgerüstet wurde und Google monatelang die falschen Sprachversionen ausgespielt hat.

Festpreis oder Stundensatz

Für ein klar abgegrenztes Projekt ist ein Festpreis in den meisten Fällen die bessere Wahl. Er verlagert das Kalkulationsrisiko vom Auftraggeber zum Anbieter. Voraussetzung ist, dass der Leistungsumfang vorher schriftlich feststeht.

Eine brauchbare Faustregel: Wenn Sie den gewünschten Umfang in zehn Stichpunkten aufschreiben können, gehört er in ein Festpreisangebot. Wenn nicht, klären Sie zuerst den Umfang, statt das Kostenrisiko auf ein offenes Stundenkonto zu schieben.

Stundenabrechnung ist sinnvoll bei laufenden Anpassungen nach dem Livegang oder bei Projekten, deren Umfang sich erst während der Arbeit klärt. Sinnvoll ist dann ein Budget-Deckel, etwa „maximal 40 Stunden ohne neue Freigabe".

Laufende Kosten: was nach dem Livegang bleibt

Die Erstellung ist nur der Anfang. Diese Posten fallen dauerhaft an:

  • Domain: 10 – 20 Euro pro Jahr
  • Hosting: von kostenlos bei modernen Plattformen bis 50 Euro monatlich bei klassischen Anbietern
  • Wartung und Sicherheitsupdates: 20 – 250 Euro monatlich, abhängig von der Technik
  • Cookie-Consent-Lösung: 30 – 50 Euro pro Jahr
  • Plugin- und Theme-Lizenzen: bei WordPress schnell 300 – 600 Euro jährlich
  • Datenschutzerklärung anwaltlich prüfen lassen: einmalig 200 – 500 Euro

Wer eine individuell entwickelte Seite ohne Plugin-Ökosystem betreibt, spart bei Lizenzen und Wartung spürbar. Das ist einer der Gründe, warum sich der höhere Einstiegspreis über drei bis vier Jahre meist ausgleicht.

Kostenfallen, die viele Angebote nicht enthalten

Barrierefreiheit nach BFSG

Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet Anbieter, die Produkte oder Dienstleistungen digital an Verbraucher richten, ihre Angebote barrierefrei zu gestalten. Betroffen sind vor allem Onlineshops, Buchungssysteme, Apps, Banken und Telekommunikationsdienste.

Nicht betroffen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz, wenn sie Dienstleistungen anbieten. Wenn Ihnen jemand pauschal erzählt, dass jede Website ab sofort abmahngefährdet ist, prüfen Sie das kritisch.

Wichtig für die Kalkulation: Barrierefreiheit nachträglich einzubauen kostet je nach Zustand der Seite schnell 2.000 bis 5.000 Euro. Von Anfang an mitgedacht kostet sie kaum extra, weil sauberes semantisches HTML, ausreichende Kontraste und Tastaturbedienbarkeit ohnehin zu guter Arbeit gehören. Das ist der wichtigste Spartipp in diesem Artikel.

Nebeneffekt: Eine barrierefreie Seite ist meist auch besser strukturiert und wird von Google zuverlässiger ausgelesen.

DSGVO und Impressum

Impressumspflicht nach dem Digitale-Dienste-Gesetz und eine korrekte Datenschutzerklärung sind für gewerbliche Seiten nicht optional. Dazu kommen Cookie-Einwilligung, datenschutzkonforme Einbindung von Schriftarten, Karten und Analysewerkzeugen. Ein Angebot, das diese Punkte nicht erwähnt, ist unvollständig.

Korrekturschleifen

Fünf Korrekturrunden à zwei Stunden summieren sich bei 100 Euro Stundensatz auf 1.000 Euro. Klären Sie vorher, wie viele Feedbackrunden im Preis enthalten sind.

Meine Preise

Damit Sie nicht nur Spannen, sondern konkrete Zahlen haben. Ich arbeite als selbstständiger Entwickler aus Braunschweig, ohne Agenturstruktur und ohne Ticketsystem. Sie sprechen direkt mit der Person, die Ihre Seite baut.

Leistung Preis
Landingpage / One-Pager ab 1.200 €
Unternehmenswebsite, 5–8 Seiten ab 2.500 €
Mehrsprachige Website ab 3.900 €
Barrierefreiheits-Audit (BFSG) 900 – 1.800 €
Laufende Betreuung ab 90 €/Monat
Stundensatz für Anpassungen 75 € netto

Alle Projektpreise sind Festpreise nach einem kostenlosen Erstgespräch. Enthalten sind Konzept, Design, Entwicklung, technisches SEO-Fundament, DSGVO-konforme Umsetzung und barrierefreie Grundlagen. Nicht enthalten sind Texterstellung und Fotografie, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.

Was ich nicht mache: Onlineshops mit mehreren Tausend Artikeln oder Projekte, bei denen ein ganzes Team sinnvoller wäre. In solchen Fällen sage ich das im Erstgespräch und empfehle, eine Agentur anzufragen.

Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen

  • Der Anbieter stellt Rückfragen, bevor er einen Preis nennt
  • Der Leistungsumfang steht schriftlich fest, inklusive Anzahl der Feedbackrunden
  • Laufende Kosten sind aufgeführt, nicht nur der Erstellungspreis
  • Rechtliche Pflichten (Impressum, Datenschutz, gegebenenfalls Barrierefreiheit) sind Teil des Angebots
  • Sie erhalten am Ende Zugriff auf Ihre eigenen Accounts: Domain, Hosting, Quellcode
  • Der Anbieter sagt Ihnen auch, was Sie nicht brauchen

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Wer Ihnen zu allem zustimmt, verkauft Ihnen am Ende zu viel.

Häufige Fragen

Was kostet die günstigste seriöse Website? Realistisch ab etwa 1.200 Euro für eine gut gemachte einseitige Präsenz mit eigenem Design, mobiler Optimierung und rechtlicher Grundausstattung. Deutlich günstigere Angebote arbeiten in der Regel mit unveränderten Templates.

Lohnt sich ein Baukasten wie Wix oder Jimdo? Für einen schnellen Start mit sehr kleinem Budget kann das sinnvoll sein. Die Abokosten laufen allerdings dauerhaft, die Seite gehört Ihnen nicht wirklich, und ein späterer Umzug ist aufwendig. Ab dem zweiten oder dritten Jahr ist eine eigene Website meist die wirtschaftlichere Lösung.

Wie lange dauert ein Website-Projekt? Eine Landingpage etwa ein bis zwei Wochen, eine Unternehmenswebsite drei bis sechs Wochen. Der häufigste Grund für Verzögerungen sind fehlende Inhalte, nicht die Entwicklung.

Ist WordPress günstiger als eine individuelle Entwicklung? Im Einstieg meist ja. Über mehrere Jahre gerechnet oft nicht, weil Lizenzen, Updates und Wartung dauerhaft anfallen. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie oft Sie Inhalte selbst ändern wollen.

Muss meine Website barrierefrei sein? Das hängt davon ab, ob Sie digital Dienstleistungen oder Produkte an Verbraucher anbieten und wie groß Ihr Unternehmen ist. Kleinstunternehmen unter zehn Beschäftigten und zwei Millionen Euro Umsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Unabhängig von der Pflicht ist Barrierefreiheit sinnvoll, weil sie mehr Menschen erreicht und die technische Qualität der Seite erhöht.

Was passiert, wenn wir uns nach dem Erstgespräch nicht einig werden? Nichts. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, auch wenn ich am Ende nicht der richtige Anbieter für Ihr Projekt bin.

Fazit

Die wichtigste Zahl in diesem Artikel ist nicht der Preis, sondern die Erkenntnis, dass Sie ihn nur einordnen können, wenn der Leistungsumfang klar ist. Zwei Angebote über 3.000 Euro können völlig unterschiedliche Dinge enthalten.

Fragen Sie nach dem, was nicht im Angebot steht: laufende Kosten, Anzahl der Korrekturrunden, wem am Ende die Zugänge gehören, ob rechtliche Pflichten abgedeckt sind. Ein Anbieter, der diese Fragen klar beantwortet, ist meistens auch derjenige, der das Projekt sauber zu Ende bringt.

Wenn Sie eine konkrete Einschätzung für Ihr Vorhaben möchten: Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Sie bekommen eine ehrliche Zahl, keine Verkaufsschleife.