Künstler-Website & Galerie · Kundenprojekt · live
Iwan Kulik


Aufgabe
Iwan Kulik malt seit Anfang der Neunziger in Öl — seine erste Einzelausstellung fand 1991 im Gebäude des polnischen Sejm statt, seither hat er in Warschau, Łódź, Sopot und Wien ausgestellt. Es existieren mehrere tausend Leinwände, die meisten davon in thematischen Zyklen nach Motiven der Weltliteratur: Bulgakows Der Meister und Margarita, Cervantes' Don Quijote, Orwells Farm der Tiere und eine über Jahre fortgeführte Reihe zu Stańczyk, dem polnischen Hofnarren. Ein Werk dieser Größe lässt sich nicht als chronologische Liste zeigen — wer herkommt, interessiert sich für ein Motiv, nicht für eine Laufbahn. Und weil die Originale direkt vom Künstler verkauft werden, ohne Galerie dazwischen, muss die Website das übernehmen, wofür sonst die Galerie bürgt: dass das Bild von ihm ist.
Umsetzung
Die Arbeiten sind nach Zyklen geordnet, nicht nach Datum — Besucher:innen steigen über das Thema ein, das sie hergeführt hat, und bleiben darin. Von jeder Leinwand führt ein Weg zur direkten Anfrage beim Künstler, ohne Händler dazwischen. Eine eigene Seite erklärt die Echtheit: wie ein Werk dokumentiert und bestätigt wird. Ein Blog trägt die längeren Texte zu den Zyklen und ihren Vorlagen. Helles und dunkles Design, weil Malerei vor Weiß völlig anders wirkt als vor Schwarz und diese Entscheidung den Betrachtenden gehört. Fünf Sprachen: Ukrainisch, Englisch, Polnisch, Deutsch und Russisch — die Sprachen der Menschen, die die Bilder tatsächlich sammeln.
Technische Entscheidungen
Next.js mit next-intl über fünf Locales, gehostet auf Netlify. Die Website besteht praktisch aus Bildern, also läuft jede Leinwand durch Nexts Bild-Pipeline und die Seiten werden statisch generiert — ein Katalog, durch den man sich langsam blättert, wird nicht durchgeblättert. Die Sprache wird bewusst in der Navigation gewählt statt aus dem Browser abgeleitet: Die Käufer:innen sitzen in verschiedenen Ländern, und wo jemand ist, sagt wenig darüber, was er oder sie liest. Das Theme wird vor der Hydration gesetzt, damit nicht kurz das falsche aufblitzt.