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Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine einfache Seite braucht meist zwei bis drei Wochen, eine Website mit fünf bis acht Seiten vier bis sechs.
  • Die eigentliche Programmierung ist der kürzeste Teil — die meiste Zeit geht ans Warten auf Inhalte.
  • Wer Texte und Fotos zum Start bereit hat, halbiert oft die Projektdauer.
  • Angebote wie »Website in 48 Stunden« liefern eine befüllte Vorlage, keine auf Sie zugeschnittene Seite.
  • Nach dem Start vergehen weitere Wochen, bis Google die Seite vollständig findet.

Die ehrliche Antwort auf »Wie lange dauert eine Website?« enttäuscht viele, weil sie nicht mit einer Zahl beginnt, sondern mit einer Gegenfrage: Wie schnell kommen Ihre Texte?

Die Programmierung einer typischen Unternehmensseite ist oft in einer bis zwei Wochen erledigt. Das Projekt dauert trotzdem vier bis sechs. Der Unterschied ist Warten — auf Inhalte, auf Fotos, auf Entscheidungen.

Das ist kein Vorwurf an Kunden. Sie haben ein Geschäft zu führen, und die Website ist nicht das Einzige auf dem Tisch. Aber wer versteht, wo die Zeit hingeht, kann sie steuern.

Inhalt
  1. Realistische Zeiträume
  2. Wo die Zeit wirklich hingeht
  3. Was ein Projekt beschleunigt
  4. Was ein Projekt verlangsamt
  5. »Website in 48 Stunden« — was dahintersteckt
  6. Gestartet heißt nicht gefunden
  7. Zeit und Geld hängen zusammen
  8. Häufige Fragen
  9. Kurz zusammengefasst

Realistische Zeiträume

Für eine erste Orientierung, bei normaler Zusammenarbeit:

Projekt Dauer
Einfache Seite (One-Pager) 2–3 Wochen
Website mit 5–8 Seiten 4–6 Wochen
Zweisprachige Website 6–8 Wochen
Website mit Buchung, Shop oder Schnittstellen 8 Wochen und mehr

Das sind Werte für einen Ablauf, in dem Inhalte zügig kommen und Rückmeldungen nicht wochenlang liegen bleiben. Beides verschiebt die Zahlen stärker als jede technische Anforderung.

Warum eine zweite Sprache deutlich mehr Zeit kostet als nur die Übersetzung, habe ich im Artikel zu mehrsprachigen Websites erklärt.

Wo die Zeit wirklich hingeht

Nehmen wir eine Website mit fünf bis acht Seiten und schauen, wie sich die Wochen verteilen.

Gespräch und Angebot — etwa eine Woche. Ein Gespräch, dann ein Angebot. Dazwischen Ihre Bedenkzeit. Diese Woche wird oft vergessen, gehört aber zum Projekt.

Inhalte sammeln — ein bis zwei Wochen. Hier liegt der größte Unsicherheitsfaktor. Texte, Stichpunkte, Fotos, Logo, Zugänge. Wer das bereit hat, überspringt diese Phase fast ganz.

Struktur und Texte — etwa eine Woche. Aus Ihren Inhalten entstehen Aufbau und Texte. Sie lesen, geben Rückmeldung.

Entwicklung — etwa eine Woche. Die Seite wird gebaut. Das ist der Teil, bei dem die meisten denken, er dauere am längsten. Er ist oft der kürzeste.

Rückmeldungen — etwa eine Woche. Sie sehen die Seite, äußern Wünsche, es wird angepasst. Meist eine bis zwei Runden.

Start — wenige Tage. Domain verbinden, prüfen, freischalten.

Auffällig: Von fünf Wochen entfällt vielleicht eine auf das, was man sich unter »Website bauen« vorstellt. Der Rest ist Abstimmung und Warten.

Was ein Projekt beschleunigt

Die Stellschrauben liegen überwiegend bei Ihnen — was eine gute Nachricht ist, weil Sie sie drehen können.

Inhalte zum Start. Der mit Abstand größte Hebel. Wer Stichpunkte, Fotos und Logo schon beim ersten Gespräch mitbringt, halbiert oft die Dauer. Was genau Sie vorbereiten sollten, steht im Artikel zur Projektvorbereitung.

Schnelle Rückmeldungen. Ein Entwurf, der drei Tage auf Antwort wartet, verlängert das Projekt um drei Tage. So einfach ist die Rechnung.

Eine Person entscheidet. Wenn jeder Entwurf durch mehrere Hände geht, verdoppeln sich die Runden.

Klare Ansage zum Ziel. Wer weiß, was die Seite bewirken soll, diskutiert weniger über Details.

Was ein Projekt verlangsamt

Die typischen Bremsen, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

Texte kommen nicht. Der Klassiker. »Schicke ich nächste Woche« wird zu drei Wochen.

Die Richtung ändert sich mittendrin. Wer nach dem zweiten Entwurf merkt, dass er eigentlich etwas anderes wollte, beginnt teilweise von vorn.

Zugänge fehlen. Die Domain liegt beim früheren Dienstleister, niemand erreicht ihn. Das kann Wochen kosten, wenn man es erst kurz vor dem Start bemerkt.

Neue Wünsche während der Entwicklung. Eine zusätzliche Seite hier, eine Funktion dort. Einzeln klein, zusammen spürbar — und oft ein Grund für Nachberechnung.

»Website in 48 Stunden« — was dahintersteckt

Solche Angebote gibt es, und sie sind nicht unseriös. Aber es lohnt sich zu verstehen, was man bekommt.

In 48 Stunden entsteht keine Seite, die für Sie gebaut wurde. Es entsteht eine fertige Vorlage, in die Ihr Name, Ihr Logo und ein paar Texte eingesetzt werden. Das kann für manche Zwecke völlig reichen — ähnlich wie ein Baukasten.

Was dabei fehlt: die Auseinandersetzung mit Ihrem Geschäft, mit Ihren Kunden, mit dem, was die Seite bewirken soll. Genau das braucht Zeit, und genau das macht den Unterschied zwischen einer Seite, die existiert, und einer, die Anfragen bringt.

Ob Sie mit einer Vorlage besser fahren als mit einer Entwicklung, hängt von Ihrer Lage ab. Eine ehrliche Abwägung finden Sie im Vergleich von Baukasten und Webdesigner.

Gestartet heißt nicht gefunden

Der letzte Punkt überrascht fast jeden: Wenn die Seite online ist, ist sie noch lange nicht bei Google sichtbar.

Die Indexierung einer neuen Seite dauert von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Bei einer brandneuen Domain eher länger, weil Google ihr noch nicht vertraut. Bis die Seite für umkämpfte Begriffe auf vorderen Plätzen erscheint, vergehen oft Monate.

Planen Sie das ein. Wer zu einem festen Termin Anfragen braucht — etwa zur Eröffnung —, sollte die Seite nicht am Vortag starten, sondern mehrere Wochen vorher.

Warum eine neue Seite anfangs nicht gefunden wird und was dagegen hilft, erklärt der Artikel zur Indexierung. Und wer eine bestehende Seite erneuert, sollte zusätzlich die Besonderheiten eines Relaunchs kennen — dort geht es um den Erhalt bereits aufgebauter Sichtbarkeit.

Zeit und Geld hängen zusammen

Ein Projekt, das doppelt so lange dauert wie geplant, wird selten doppelt so teuer — aber oft teurer. Zusätzliche Runden, neue Wünsche, eine Richtungsänderung: Das alles kostet Arbeitszeit.

Umgekehrt gilt: Gute Vorbereitung spart nicht nur Wochen, sondern auch Geld. Wie sich die Kosten einer Website zusammensetzen, steht in der Aufschlüsselung der Preise.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine einfache Website? Ein One-Pager braucht meist zwei bis drei Wochen, eine Website mit fünf bis acht Seiten vier bis sechs. Entscheidend ist weniger die Technik als die Frage, wie schnell Texte und Fotos vorliegen.

Warum dauert es so lange, wenn die Programmierung schnell geht? Weil die Programmierung nur ein kleiner Teil ist. Die meiste Zeit geht an das Sammeln von Inhalten, an Rückmeldungen und an Entscheidungen. Von fünf Wochen entfällt oft nur eine auf das eigentliche Bauen.

Kann ich das Projekt beschleunigen? Ja, vor allem durch Vorbereitung. Wer Stichpunkte, Fotos und Logo zum Start bereit hat und schnell auf Entwürfe reagiert, halbiert oft die Dauer.

Sind Angebote wie »Website in 48 Stunden« seriös? Meist ja, aber es entsteht eine befüllte Vorlage, keine für Sie gebaute Seite. Für manche Zwecke reicht das völlig — für eine Seite, die gezielt Anfragen bringen soll, oft nicht.

Ist meine Seite nach dem Start sofort bei Google zu finden? Nein. Die Indexierung dauert Tage bis Wochen, bei neuen Domains eher länger. Bis zu guten Positionen für umkämpfte Begriffe vergehen oft Monate.

Wann sollte ich mit der Website beginnen, wenn ich zu einem festen Termin eröffne? Mehrere Wochen vor dem Termin, damit nach dem Start noch Zeit für die Indexierung bleibt. Die Seite am Vortag zu starten, bringt zur Eröffnung kaum Besucher.

Kurz zusammengefasst

Die Programmierung ist der schnellste Teil eines Website-Projekts. Die Dauer bestimmen Inhalte, Rückmeldungen und Entscheidungen — und die liegen weitgehend bei Ihnen.

Rechnen Sie mit zwei bis sechs Wochen je nach Umfang, bereiten Sie Inhalte vor, um die untere Grenze zu erreichen, und planen Sie nach dem Start weitere Wochen ein, bis Google Sie findet.